Weimar im Jahr 1755: zwei renommierte Musiker bekommen einen Auftrag des Herzogs Ernst August von Sachsen-Weimar. Dieser will nach dem Erlöschen des musikalischen Lebens in seiner Residenz wieder eine Hofkapelle einrichten und gibt zwei Gutachten in Auftrag. Aber nur einer der beiden Konkurrenten wird ein Jahr später zum Kapellmeister berufen. Dieses Aufnahmeprojekt ist zwei Komponisten gewidmet, die die Musik Mitteldeutschlands im 18. Jahrhundert maßgeblich geprägt haben: Johann Ernst Bach und Georg Anton Benda. Capella Jenensis und Aelbgut präsentieren ihre Werke erstmals nebeneinander und erkunden dabei ihre stilistischen Merkmale und ihren Einfluss auf die musikalische Entwicklung in Thüringen. Neben Bachs Kantate "Mein Odem ist schwach", die einst Johann Sebastian Bach zugeschrieben wurde, enthält das Album selten gespielte Sinfonien und Vokalwerke. Mit neu bearbeiteten Ausgaben wird diese Musik nun wieder zum Leben erweckt - ein bedeutender Beitrag zur Wiederentdeckung eines fast vergessenen musikalischen Erbes.
Besetzung
Ælbgut, Capella Jenensis
Erschienen im Oktober 2025
Label: Accentus Music
Trailer
Preis/Auszeichnung
Nominiert für den Preis der deutschen Schallplattenkritik
Longlist 01/2026
Pressestimmen
"Das hervorragend besetzte Orchester Capella Jenensis spielt hinreißend schön, sowohl beim Begleiten der Vokalstimmen als auch in den beiden Sinfonien ... Weimar 1755 – eine absolut lohnende Entdeckung!"
"Sowohl die Capella Jenensis, als auch die hervorragenden Solisten [...] überzeugen mit ihrem technischen Können, der Hingabe und der Tiefe, mit der in die Partitur eingedrungen wird. [...] Nicht nur die feine, gespannte Realisierung aller dynamischen Wendungen bereitet ein schönes Hörvergnügen, auch das kommunikative Musizieren gehört lobend hervorgehoben."
"Die hier eingespielten Werke – zwei Sinfonien, zwei Kantaten und ein Magnificat – machen Lust auf mehr aus dieser Zeit, zumal mit diesen herausragenden Interpretation, einer klar zeichnenden Akustik und brillanten Tontechnik: Die Capella Jenensis gestaltet die beiden Sinfonien sehr lebendig und aussagekräftig, ohne die Satzcharaktere zu überzeichnen."
"Zusammen zeigen diese Werke, wie reichhaltig, vielseitig und international verflochten die Thüringer Hofkultur des 18. Jahrhunderts war – und wie sehr sowohl Benda als auch Johann Ernst Bach es verdienen, wieder gehört zu werden. Die engagierten und technisch makellosen Darbietungen auf diesem Album lassen daran keinen Zweifel." (Übersetzt aus dem Niederländischen mit DeepL)